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VI. Scientology kurz dargelegt

VI.I. Die Scientology Kirche als neue Religion

Die Scientology Kirche ist eine unter mehreren neuen religiösen Bewegungen, die Merkmale beinhaltet, welche in gewisser Hinsicht mit einigen der Trends korrespondieren, die in der Hauptrichtung der westlichen Religionen erkennbar sind (wie in den vorausgehenden Abschnitten V.I.–V.IV. ausgeführt). Sie bedient sich einer zeitgenössischen, ungezwungenen und unmystischen Sprache und präsentiert ihre Glaubenssätze als objektive Fakten. Ihr Verständnis von Erlösung hat sowohl eine unmittelbare als auch eine endgültige Dimension. Durch den weiten Zuspruch, den sie in der Öffentlichkeit fortschrittlicher Länder gefunden hat, wurde sie zu einem Brennpunkt des Interesses bei Soziologen und anderen Wissenschaftlern, die sich mit neuzeitlichen Religionen beschäftigen.

VI.II. Meine Kenntnisse der Scientology

Ich begann im Jahre 1968, die von der Scientology Kirche veröffentlichte Literatur zu lesen, und habe sogar einmal eine Studie über diese Bewegung geplant. Ich habe diese Arbeit zwar dann nicht ausgeführt, aber doch weiterhin Scientology Literatur gelesen. Ich habe das Hauptquartier der Kirche in Saint Hill Manor in East Grinstead besucht und Scientologen kennengelernt. Seit dieser Zeit bin ich mit der Bewegung in England in Verbindung und habe Saint Hill Manor und einer Scientology Kirche in London noch weitere Besuche abgestattet. Ich habe mir das große Interesse an der Entwicklung dieser Religion als einer von mehreren zeitgenössischen Religionen bewahrt, die für mich als Soziologe Gegenstand meines Interesses sind. Ich habe neben anderem Material eher vergänglicher Natur folgende Arbeiten gelesen, bei denen es sich ausschließlich um offizielle Veröffentlichungen handelt, die meist von L. Ron Hubbard geschrieben wurden:

Handbuch für Preclears

Scientology 8-80

Scientology 8-8008

Einführung in das E-Meter

Dianetics: Die Ursprüngliche These

Dianetics: Der Leitfaden für den menschlichen Verstand

Test des Gesamtzeitspur-Rückrufs

Die Probleme der Arbeit

Selbstanalyse

Das Schaffen Menschlicher Fähigkeiten

Die Phoenix-Vorträge

Die Axiome der Scientology

Fortgeschrittenes Verfahren und Axiome

Scientology: Eine Neue Sicht des Lebens

Das Wesen der Scientology

Zeremonien der Scientology Kirche

Einführung in die Scientology-Religion

Die Wissenschaft des Überlebens

Einführung in die Ethik der Scientology

Der Weg zum Glücklichsein

Beschreibung der Scientology Religion

Was ist Scientology?

Das Scientology Handbuch

In von mir verfassten Arbeiten über neue Religionen habe ich mich gelegentlich auf Scientology bezogen und eine kurze Beschreibung dieser Religion in mein Buch Religious Sects (London: Weidenfeld, 1970) aufgenommen, sowie eine längere Abhandlung über den religiösen Charakter der Scientology in mein späteres Buch The Social Dimensions of Sectarianism (Oxford: Clarendon Press, 1990). Ich habe mein Interesse an der Bewegung in den vergangenen 26 Jahren aufrechterhalten.

VI.III. Dianetics – die Entstehung der Scientology

Als Mr L. Ron Hubbard im Mai 1950 erstmals die Lehre der Dianetics, aus der sich später die Scientology entwickelt hat, schriftlich niederlegte, nahm niemand an, dass es sich dabei um ein System religiöser Überzeugungen und Praktiken handelt. Dianetics, eine Abreaktions-Therapie, war nicht in der Sprache des Glaubens verfasst. Es besteht kein Grund zu der Annahme, dass Hubbard sich damals vorstellte, dass die Dianetics zu einem Glaubenssystem würde oder dass seine Anhänger sich einmal als Kirche bezeichnen und organisieren würden.

VI.IV. Geistige Heilung und Religion

Therapeutische Praktiken beinhalten jedoch oft das Potential, metaphysische und religiöse Bindungen einzugehen, wie – auf unterschiedliche Weise – bei der Christlichen Wissenschaft, der New-Thought-Bewegung und Yogatechniken zu sehen ist. Andererseits haben etablierte Religionen gelegentlich spezialisierte Aktivitäten entwickelt, die sich mit Heilung beschäftigen, insbesondere mit der geistigen Heilung. Größere Kirchen haben bisweilen Abteilungen eigens für diese Zwecke eingerichtet. Die Dianetics berief sich anfänglich nicht auf religiöse Prinzipien, aber als die theoretische Begründung für die Praxis an Umfang zunahm, wurde mehr und mehr eine metaphysische Dimension erkannt, und einige der dargelegten Konzepte wurden in Begriffen mit eindeutig religiöser Bedeutung beschrieben.

VI.V. Wie Religionen entstehen

Alle Religionen sind ein Produkt der Entwicklung. Niemals ist eine Religion als ein von Anfang an vollständig fertiges System von Glauben und Praktiken entstanden. Die Scientology ist hier keine Ausnahme: Aus einem Komplex therapeutischer Theorien hat sich eine Religion entwickelt. Man könnte auch schwerlich den genauen Zeitpunkt bestimmen, an dem das Christentum zu einer Religion geworden ist, das ja als lose Sammlung ethischer Ermahnungen und gelegentlicher Wunder begonnen hat, dann zu einer populären Bewegung unter den Galiläern wurde, sich allmählich zu einer jüdischen Sekte entwickelte und schließlich eine eigenständige Religion wurde. Selbst dann dauerte es noch Jahrhunderte, bis seine Lehrsätze vollständig formuliert waren, und seine Bräuche unterzogen sich weiterhin häufigen Änderungen. In den Bewegungen der jüngeren Vergangenheit ist der Prozess der Entwicklung zur Religion noch klarer erkennbar.

Alle Religionen sind ein Produkt der Entwicklung. Niemals ist eine Religion als ein von Anfang an vollständig fertiges System von Glauben und Praktiken entstanden. Die Scientology ist hier keine Ausnahme: Aus einem Komplex therapeutischer Theorien hat sich eine Religion entwickelt.

Die Ursprünge der Kirche der Siebenten-Tags-Adventisten gehen auf den unter Baptisten, Presbyterianern, Methodisten und anderen im Norden des Bundesstaates New York in den 30er-Jahren des 19. Jahrhunderts weit verbreiteten Glauben an die baldige Wiederkunft Jesu Christi zurück; die Kirche wurde erst im Jahr 1860 gegründet. Es vergingen auch mehrere Jahrzehnte, bis nach den ersten Klopf-Erlebnissen (der Fox-Schwestern) in Hydesville (es sollen Nachrichten aus der „Geisterwelt“ gewesen sein) eine Spiritualisten-Kirche gegründet wurde. Und auch Mary Baker Eddy hatte vor ihrer „Entdeckung“ der „geistigen Heilung“ im Jahr 1866 jahrelang mit den verschiedensten Heilungssystemen experimentiert; und auch dann glaubte sie noch einige Jahre lang, dass ihr System eher in die großen Kirchen integriert werden würde, statt die Grundlage für die Kirche Christi, Wissenschaftler, zu werden, die sie im Jahr 1875 gegründet hat. Die Pfingstbewegung erfuhr ab dem Jahr 1900 die Gnadengaben des Redens in unbekannten Sprachen, der Prophezeiungen, Heilungen und anderer „Gaben“, aber Pfingstbewegungskirchen bildeten sich nur sehr allmählich während der nächsten zwei Jahrzehnte. Keine dieser Bewegungen, die alle zu eigenständigen Religionen wurden, hat als solche begonnen – auch die Scientology nicht.

VI.VI. Scientology Lehre – Die Entwicklung der Metaphysik

Auch auf die Gefahr eventueller Wiederholungen hin ist es notwendig, eine allgemeine Zusammenfassung der Hauptlehren von Scientology zu geben und aufzuzeigen, inwieweit die Glaubensgrundsätze ein zusammenhängendes religiöses System darstellen. Die Scientology hat sich aus einem enger gesteckten therapeutischen System, der Dianetics, entwickelt. Es wurde angedeutet, dass diese Bezeichnung eine Zusammensetzung aus dia = „durch“ und nous = „Geist“ oder „Seele“ ist, und daher, auch wenn anfänglich nicht voll bewusst, eine religiöse Perspektive darstellte. Mit der Aufnahme der Dianetics in den größeren Rahmen der Scientology wurde ein wesentlich breiteres Konzept eines umfassenden metaphysischen Systems zum Ausdruck gebracht, das die grundlegend religiöse Natur dieser Philosophie verdeutlichte. Während die direkte Anwendung der Dianetics – wie die Lehren Christi zu seinen Lebzeiten – im Bereich der geistigen Heilung lag, implizierte der Tenor der nachfolgenden Lehren, die diese therapeutische Aktivität erklärten und förderten, ein wachsendes Erkennen spiritueller Vorstellungen und Werte.

Das grundlegende Postulat der Scientology ist, dass der Mensch eine spirituelle Einheit ist, ein Thetan, der in aufeinanderfolgenden Leben unterschiedliche menschliche Körper bewohnt.

VI.VII. Scientology Lehre – Der Thetan und der reaktive Verstand

Das grundlegende Postulat der Scientology ist, dass der Mensch eine spirituelle Einheit ist, ein Thetan, der in aufeinanderfolgenden Leben unterschiedliche menschliche Körper bewohnt. Im Thetan drückt sich Theta individuell aus. Unter Theta versteht man das Leben oder die Quelle des Lebens. Grob definiert ist der Thetan die Seele, aber er ist auch die wirkliche Person, die andauernde Identität, die fortbesteht und den Körper, den sie bewohnt, transzendiert. Der Thetan wird als immateriell und unsterblich betrachtet, oder zumindest als mit der Möglichkeit zur Unsterblichkeit und einem unendlichen schöpferischen Potential ausgestattet. Er ist nicht Teil des physikalischen Universums, aber er hat die latente Möglichkeit, dieses Universum zu kontrollieren, das aus Materie, Energie, Raum und Zeit (Matter, Energy, Space and Time = MEST) besteht. Man geht davon aus, dass die Thetans die materielle Welt hauptsächlich zu ihrem eigenen Vergnügen geschaffen haben (was man auch von der Erschaffung der Welt durch den christlichen Gott sagen könnte). Der Glaube beinhaltet, dass die Thetans irgendwann vor langer Zeit zu Opfern ihrer eigenen Verstrickung in MEST und in ihm gefangen wurden, und ihrer eigenen Schöpfung erlaubt haben, ihre Fähigkeiten zu beschränken und ihren Handlungsbereich einzuschränken. Deshalb schöpft der Mensch in seinen Aktivitäten und Leistungen in der gegenwärtigen materiellen Welt bei weitem nicht sein volles Potential aus: Er wird durch unzählige vergangene Verstrickungen in MEST behindert und diese werden in einem reaktiven Verstand aufgezeichnet, der auf alles irrational und gefühlsmäßig reagiert, das schmerzhafte und traumatische vergangene Erfahrungen wachruft (die er erlitten oder anderen zugefügt hat). Der reaktive Verstand funktioniert dem Ausmaß an Kontrolle zum Trotz, die der Thetan über seinen Körper und seine Umwelt ausüben könnte, wenn er in der Lage wäre, seine wirklichen ursprünglichen geistigen Fähigkeiten wiederzuerlangen. Es wird zwar davon ausgegangen, dass der Mensch im Grunde gut ist und wünscht zu überleben, und auch dazu fähig ist, aber die Verwirkung seiner Fähigkeiten in der Vergangenheit hat ihn zu einer gefährdeten Spezies gemacht.

VI.VIII. Scientology Lehre – Wiedergeburt und Karma

Der scientologische Glaube besagt, dass die Thetans über Äonen hinweg unzählige Körper bewohnt haben. Scientology beinhaltet daher eine Theorie, die, auch wenn sie sich in Einzelheiten unterscheidet, wesentliche Annahmen mit der Theorie der Reinkarnation gemeinsam hat, die im Hinduismus und Buddhismus vertreten wird. Die Betonung der Bedeutung, die vergangene Handlungen auf das gegenwärtige (oder zukünftige) Leben haben, ähnelt dem Konzept des Karmas. „Overt-Handlungen“ (schädliche Handlungen), die ein Aspekt der Verstrickung mit dem materiellen Universum sind, haben widrige Auswirkungen zur Folge. Das Ideal für den Thetan ist die Aufrechterhaltung rationalen Handelns und „ursächlich“ zu sein, d. h., den Ablauf der Ereignisse in seiner direkten Umgebung zu bestimmen. Diese Vorstellung besitzt eindeutige Analogien mit dem östlichen Konzept der Schaffung guten Karmas für die Zukunft durch gute Taten, wenngleich die Scientologen diese Bezeichnungen oder Begriffe nicht verwenden. Geschehnisse in vergangenen Leben wirken sich auf die Gegenwart aus, aber durch die in der Scientology entwickelten Techniken können sie zurückgerufen und konfrontiert werden, und die spezifischen Ursachen von Problemen in der Gegenwart können in solchen Geschehnissen gefunden werden. Dies ist die Grundlage für die spirituelle Heilung, d. h. die Techniken bieten die Möglichkeit, die Auswirkungen des Karmas vergangener Handlungen zu verändern.

VI.IX. Scientology Lehre – Die Acht Dynamiken

Die Existenz kann der Scientology zufolge in acht verschiedenen Unterteilungen in einer aufsteigenden Größenordnung betrachtet werden, von denen jede als Dynamik bezeichnet wird. Kurz beschrieben sind diese: 1. die Selbst-Dynamik, der Drang des Selbst zur Existenz; 2. die Sex-Dynamik, die sowohl den Geschlechtsakt als auch die Familieneinheit und die Erhaltung der Familie beinhaltet; 3. der Wille zur Existenz, der in einer Gruppe oder einer Gemeinschaft gefunden wird, wie zum Beispiel einer Schule, Stadt oder Nation; 4. der dynamische Wille der Menschheit, ihre Existenz zu bewahren; 5. die Existenz und der Wille zum Überleben des gesamten Tierreiches, was alle Lebewesen umfasst; 6. der Drang zur Existenz des gesamten physikalischen Universums der Materie, der Energie, der Zeit und des Raumes; 7. „der Drang zur Existenz von geistigen Wesen oder als geistige Wesen“, was alle spirituellen Phänomene mit oder ohne Identität einschließt, und schließlich die 8. Dynamik: Der Drang zur Existenz als Unendlichkeit. Diese Dynamik wird als Höchstes Wesen identifiziert; sie kann auch als „Gott-Dynamik“ bezeichnet werden. Die Scientology befasst sich mit dem Überleben, und das Überleben jeder dieser Dynamiken wird als Teil des Ziels der Praktik von Scientology gesehen. Auch wenn sich ein Großteil der anfänglichen Praktiken der Scientology mehr auf den persönlichen spirituellen Nutzen für diejenigen (Preclears) konzentriert, die scientologische Hilfe suchen, muss doch jeder Scientologe letztendlich erkennen, dass sein gegenwärtiges Leben nur ein Bruchteil seiner fortdauernden Existenz als Thetan ist. Und er muss erkennen, dass das Leben des einzelnen mit jeder dieser aufsteigenden Ebenen verbunden ist, die in den acht Dynamiken beschrieben sind, und daher letztendlich mit der Existenz und dem Überleben des Höchsten Wesens oder der Unendlichkeit.

VI.X. Scientology Lehre – Therapie und Kommunikation

Wie in anderen Religionen ist das Haupt- und ursprüngliche Anliegen vieler Menschen, die von der Scientology Religion angezogen werden, die sofortige Erlösung von unmittelbaren Leiden und Nöten; dies ist der Reiz des therapeutischen Elementes, das sich in vielen Religionen wiederfindet – und besonders deutlich im frühen Christentum –, neben den eher mystischen, metaphysischen, spirituellen Lehren, die die Gläubigen begreifen sollen, wenn sie im Glauben wachsen (siehe Hebräer, 5:12–44). Die meisten Scientologen erfuhren zuerst von der Möglichkeit, ihr tägliches Leben zu verbessern und ihre Intelligenz zu erhöhen (durch zunehmende Kontrolle über den reaktiven Verstand). Die Möglichkeit, solche Resultate durch Auditing zu erzielen, kommt in der Formulierung, die als A-R-K bekannt ist, zum Ausdruck. A steht für Affinität, die emotionelle Erfahrung und Beziehung des Individuums zu anderen. R steht für Realität, der Grad an Übereinstimmung von Individuen in Bezug auf objektive Phänomene. K steht für Kommunikation, der in Scientology große Bedeutung beigemessen wird. Wenn Menschen Affinität besitzen, wenn sie sich über die Natur objektiver Phänomene einig sind, dann kann Kommunikation sehr leicht erfolgen. Verbunden mit diesem dreiwertigen Konzept von A-R-K ist die Skala der menschlichen Emotionen, die den Scientologen als „Tonskala“ bekannt ist. Wenn der emotionelle Ton abfällt, dann wird auch die Kommunikation schwierig und die Realität wird als schlecht erfahren. Die Kommunikation selbst ist jedoch ein Mittel, das darauf ausgerichtet ist, das Verstehen zu erhöhen. Effektiv und präzise angewandt, wird sie das wichtigste therapeutische Mittel, um den einzelnen aus seiner Verstrickung mit der materiellen Welt zu befreien. Der Thetan kann in die Lage versetzt werden, mit seiner eigenen Vergangenheit zu kommunizieren, die Natur vergangener traumatischer Erfahrungen zu erkennen und zu einer Selbsterkenntnis zu gelangen, die es ihm erlaubt, diesen Verstrickungen zu entkommen.

VI.XI. Scientology Lehre – Auditing
als Therapeutische Tätigkeit

Die Tonskala ist die erste Darstellung, aus der das Individuum die Möglichkeit erkennt, von Scientology zu profitieren. Sie zeigt einen Anstieg weg von einem chronischen emotionellen Ton wie Apathie, Traurigkeit und Furcht hin zu Begeisterung (und auf fortgeschritteneren Ebenen bis zu Überschwang und heiterer Gelassenheit). Viele werden zuerst von der Scientology angezogen, indem sie einen Nutzen dieser Art erfahren. Die Technik für diesen Fortschritt ist im Auditing zu finden, in dem ein ausgebildeter Scientologe unter Verwendung sorgfältig kontrollierter Fragen einer Person Erlebnisse aus ihrer eigenen Vergangenheit in ihr Bewusstsein zurückruft, die einen traumatischen Eindruck (ein „Engramm“) in ihrem reaktiven Verstand hinterlassen haben und die Person davon abhalten, sich rational zu verhalten. Die Befreiung von den Auswirkungen dieser Hindernisse für vernünftiges Denken ist somit der Vorgang, durch den eine Person auf der „Tonskala“ aufsteigt und so ihre Kompetenzen erhöht, aber sie ist auch – und hierin liegt ihre religiöse Bedeutung – die Methode, mit der der Thetan Erlösung erreichen kann, zuerst durch die Beseitigung der Aberrationen, die er als Folge seiner Verstrickung mit der materiellen Welt erleidet, und letztendlich durch das Erreichen der völligen Freiheit von den negativen Folgen des MEST-Universums. Die Scientologen bezeichnen diesen Zustand als „ursächlich sein“. Er weist eindeutige Analogien mit der Art von Erlösung auf, die in östlichen Religionen angeboten wird. Da auch diese den Einzelnen als von den Auswirkungen vergangener Handlungen (Karma) behindert sehen, ist das Konzept der Erlösung, das sie vertreten, ebenfalls ein Vorgang (Erleuchtung), durch den die Wirkung des Karmas gebrochen und die Person befreit werden kann. Das höchste Ziel für den Einzelnen ist ein Zustand, der „Operierender Thetan“ (Operating Thetan) genannt wird, in dem das Individuum sich außerhalb des Körpers befindet, „exterior“ zu allem Physischen. Diesen Zustand würden zumindest einige Christen als Zustand der geretteten Seele anerkennen.

VI.XII. Scientology Lehre – Erlösung durch Vernunft

Die oben beschriebene religiöse Philosophie liegt der Praktik der Scientology zugrunde. Hubbard selbst sah in ihr gewisse Ähnlichkeiten zur Philosophie östlicher Religionen. Insbesondere zitierte er die Weden, die Schöpfungshymnen, die einen Teil der Hindu-Tradition darstellen und eine Vorstellung enthalten, die dem „Aktionszyklus“ in Scientology sehr nahe kommt. Der Aktionszyklus ist der scheinbare Ablauf des Lebens von der Geburt über das Wachstum hin zu Verfall und Tod. Aber durch das Wissen, das in Scientology zur Verfügung steht, können die negativen Auswirkungen dieses Zyklus vermieden werden. Er kann von einem Zyklus der Schöpfung, des Überlebens und der Zerstörung in einen Zyklus umgewandelt werden, in dem alle Elemente schöpferische Handlungen sind: Scientology engagiert sich, die Kreativität zu fördern und zu erhöhen und das Chaos und die Negativität zu bezwingen. Sie erkennt eine fortlaufende „Abstammungslinie“ der Weisheit von den Weden und Gautama Buddha bis hin zur christlichen Botschaft und sieht eine gewisse Verwandtschaft mit all diesen Lehren. Zwar ermöglichten zum Beispiel die Weisheiten des Buddhismus bestimmten Individuen gelegentlich, die Erlösung in einem Leben zu erreichen, es gab aber keine genau festgelegten Praktiken, die zum letztendlichen Ziel der Erlösung führten. Die Chancen einer Wiederholung waren äußerst gering. Die Erlösung blieb Spielball unkontrollierbarer und willkürlicher Faktoren. Wenn überhaupt, so wurde das Ziel der Erlösung nur von wenigen gelegentlich erreicht. Hubbard bemühte sich, religiöse Praktiken zu standardisieren, sogar beinahe zur Routine zu machen und dadurch die Vorhersagbarkeit soteriologischer Ergebnisse zu erhöhen. Diese Anwendung technischer Methoden zur Verwirklichung spiritueller Ziele zeigt, in welchem Ausmaß Scientology moderne Techniken anwendet, um Ziele zu verwirklichen, die früher, wenn überhaupt, nur hin und wieder erreicht wurden. Es ist der Versuch, Gewissheit und Ordnung in spirituelle Übungen und Ergebnisse einzuführen. Durch die Anwendung rationaler Methoden bemüht sich die Scientology darum, die religiöse Suche zu disziplinieren und zu ordnen. In diesem Sinne hat Scientology im Technologiezeitalter das getan, was der Methodismus in einer früheren Stufe der gesellschaftlichen Entwicklung verwirklichen wollte, nämlich zu versuchen, die Menschen davon zu überzeugen, dass das Ziel der Erlösung nur auf kontrolliertem, diszipliniertem, ja methodischem Weg erreicht werden kann. Doch während die Praktiken der Methodisten immer noch tief in der relativ konventionellen Sprache des Christentums verwurzelt waren, sind die von Scientology vertretenen Methoden stark von einer Gesellschaft geprägt, die ihr Vertrauen auf rationale und technologische Prozesse setzt. Die Mittel, die Scientology anwendet, werden oft mit dem Upaya (der „richtigen Methode“), der siebten Stufe des Bodhisattwa-Wegs zur Erlösung im Mahayana Buddhismus verglichen. Dieser Version des Buddhismus zufolge wird der Gläubige bei Erreichen der siebten Stufe ein transzendentaler Bodhisattwa, der (wie der Operierende Thetan bei Scientology) nicht mehr länger an einen physischen Körper gebunden ist.

VI.XIII. Scientology Lehre – Auditing als
seelsorgerische Beratung

Die Methoden, die Scientology anwendet, stellen eine Form der seelsorgerischen Beratung dar, die insbesondere in den Techniken des Auditings in eine geordnete Form gebracht worden ist (von lat. audire, zuhören). Die genauen Techniken des Auditings stellen den Kern aller scientologischen religiösen Praktiken dar. Diese in aufeinanderfolgenden Schritten aufgebauten Praktiken sind unbedingt notwendig, um die rettenden Heilswirkungen des Glaubens erfahren zu können. Sie wurden von Hubbard so gestaltet, dass der Prozess spiritueller Erleuchtung in eine Reihe geordneter Verfahren gebracht wird, mit denen systematisch tiefere Bewusstseinsebenen erreicht werden können. Diese Methode soll, wie die der „Affirmation“ bei den Christlichen Wissenschaftern, sowohl frühere Sünden als auch die Auswirkungen von Leiden und Fehlhandlungen der Vergangenheit eliminieren.

VI.XIV. Scientology Lehre – Stufen der Erlösung

Die beiden Hauptstufen dieses soteriologischen Prozesses sind die Zustände, die als „Clear“ und „Operierender Thetan“ beschrieben werden. Der Preclear, der Scientology zum ersten Mal begegnet, trägt den mentalen Ballast vergangener schmerzlicher und seelisch belastender Erfahrungen mit sich. Auditing versucht, diese Punkte ins Bewusstsein zu bringen und das Individuum zu veranlassen, mit seiner Vergangenheit zu kommunizieren sowie die Geschehnisse, die emotionale Entladungen hervorrufen, zu konfrontieren, und dadurch das Individuum an einen Punkt heranzuführen, an dem es diese Entladungen transzendieren und die bis dahin vergessenen Störungen mit absoluter Gelassenheit rational betrachten kann. Die negativen Auswirkungen solcher Erfahrungen werden dabei beseitigt. Geistige Sperren, Gefühle der Schuld und Unzulänglichkeit, Fixierung auf erfahrene Traumata und anfängliche Zustände emotionaler Erregung werden überwunden. Das Individuum wird „in die Gegenwart“ gebracht, das heißt, es wird von den hinderlichen Auswirkungen von Geschehnissen, die auf der „Zeitspur“ früher im Leben eines Thetans oder aber in einem früheren Leben stattgefunden haben, befreit. Durch eine verbesserte Kommunikation versetzt Auditing den Thetan in einen Zustand, in dem Hindernisse aus der Vergangenheit beseitigt werden. Er wird als Clear bezeichnet, ein Wesen, das nicht länger seinen eigenen reaktiven Verstand hat, sondern zumindest in Bezug auf seinen eigenen Seinszustand selbstbestimmt ist. Der Operierende Thetan steht auf einer höheren Ebene des gleichen Prozesses, da er zusätzlich Kontrolle über seine Umwelt erworben hat. Er ist nicht mehr vom Körper abhängig, den er derzeit bewohnt: Er soll tatsächlich nicht länger in einem Körper sein. Anders ausgedrückt ist der Operierende Thetan ein Wesen, das sein volles spirituelles Potential, also das Ziel der Erlösung, verwirklicht hat. In dem neuerschienenen Werk Was ist Scientology? (Seite 222) heißt es dazu: „Auf der Ebene eines Operierenden Thetans beschäftigt man sich mit der eigenen Unsterblichkeit als geistigem Wesen. Man beschäftigt sich mit dem Thetan selbst im Verhältnis zur Ewigkeit ... Es gibt Zustände, die höher sind als der des sterblichen Menschen.“

Für Scientologen ist seelsorgerische Beratung... ein systematischer und kontrollierter Vorgang, um die Selbsterkenntnis und das spirituelle Wissen eines Individuums zu fördern.

VI.XV. Religiöse Ämter in Scientology – der Auditor

In der Scientology werden religiöse Aufgaben von vier miteinander verwandten Amtsträgern ausgeführt, deren Aufgabenbereiche sich sowohl ergänzen als auch in gewissem Grade überschneiden: Diese Beauftragten sind der Auditor, der Fallüberwacher, der Kursüberwacher und der Kaplan. Die Rolle des Auditors ist ganz grundlegend: Auditing ist die unbedingt notwendige Technik für die Art der Erleuchtung, durch die das Individuum erlöst wird. Der Auditor wird in Fertigkeiten ausgebildet, die es ihm ermöglichen, anderen zu helfen und ihnen beizubringen, sich selbst zu helfen. „Alle Scientology Auditoren müssen ordinierte Geistliche werden“ [Was ist Scientology?, Seite 557] und jeder Auditor hat Kurse absolviert, die ihn zur Seelsorge befähigen, selbst wenn er diese Rolle später nicht ausübt. Der Auditor lernt, mit dem Preclear, der seine Hilfe sucht, so neutral und sachlich wie möglich umzugehen. Im Gegensatz zum Beichtvater in der römisch-katholischen Kirche verfährt der Auditor nicht nach seinem eigenen spirituellen Verständnis und nach seiner eigenen persönlichen Einschätzung der Bedürfnisse des Preclears, er folgt vielmehr genau den vorgeschriebenen Verfahren. In Scientology wird Nachdruck darauf gelegt, zufällige und willkürliche Elemente aus dem therapeutischen und spirituellen Verfahren auszuschalten. Jede Anstrengung wird unternommen, um zu gewährleisten, dass die standardisierten Vorgehensweisen und Technologien des Auditings nicht durch die Emotion des Auditors gestört werden. Seelsorgerische Beratung wird so, speziell in der Auditing-Situation, als viel exaktere Technik angesehen als in den konventionellen Kirchen und es wird ihr auch größere und spezifischere Aufmerksamkeit geschenkt. Für Scientologen ist seelsorgerische Beratung nicht das Geben von aus der Luft gegriffenen Ratschlägen je nach persönlichem Ermessen oder unterschiedlichen Kompetenzen, sondern ein systematischer und kontrollierter Vorgang, um die Selbsterkenntnis und das spirituelle Wissen eines Individuums zu fördern.

VI.XVI. Religiöse Ämter in Scientology – der Fallüberwacher

Die Verantwortung für die korrekte Anwendung der Auditing-Verfahren liegt beim Fallüberwacher. Eine der wichtigsten Funktionen des Fallüberwachers ist das sorgfältige Studium der Aufzeichnungen, die der Auditor von der jeweiligen Auditing-Sitzung angefertigt hat. Diese Aufzeichnungen sind höchst technischer Natur – außer für einen ausgebildeten Auditor unverständlich – und bestehen aus Angaben über das angewandte Auditing-Verfahren, die E-Meter-Reaktionen und wie es dem Preclear erging. Diese Aufzeichnungen müssen genügend vollständig sein, um zu zeigen, dass der Fortschritt des Preclears in Übereinstimmung mit der Soteriologie der Scientology ist. Der Fallüberwacher ist in der Lage, diese technischen Notizen zu verstehen, da er selbst ein hoch ausgebildeter Auditor ist, der zusätzlich weitere spezielle Ausbildung als Fallüberwacher absolviert hat. Er prüft, ob das Auditing mit den vorgeschriebenen Standards in Einklang steht, ob die Techniken korrekt angewandt wurden und ob der Preclear angemessenen Fortschritt macht. Sollte irgendein Fehler während des Auditings aufgetreten sein, wird dieser vom Fallüberwacher entdeckt und korrigiert. Er kann einen Auditor, der einen Fehler macht, veranlassen, das falsch angewandte Material neu zu studieren und die korrekten Verfahren zu üben, um sicherzustellen, dass sich Fehler nicht wiederholen. Nach jeder Sitzung gibt er den nächsten Auditing-Schritt an. Da Leute verschieden sind, wird jeder Fall individuell geprüft, um die richtigen Prozesse, die anzuwenden sind, anzugeben und sicherzustellen, dass der Preclear angemessenen spirituellen Fortschritt erzielt. Die Rolle des Fallüberwachers stellt daher sicher, dass Scientology Auditing richtig durchgeführt und kontrolliert wird.

VI.XVII. Religiöse Ämter in Scientology – der
Kursüberwacher

Der Kursüberwacher spielt bei der Ausübung von Scientology eine noch größere Rolle als der Auditor. Es sind nämlich Kursüberwacher, die Auditoren gemäß den anspruchsvollen Richtlinien Hubbards ausbilden. Der Kursüberwacher ist Experte auf dem Gebiet der von Hubbard entwickelten Lernmethoden. Er ist geübt im Identifizieren jeder möglichen Verständnisschwierigkeit und im Lösen sämtlicher Probleme, auf die der Student von Scientology Literatur stoßen kann. Der Kursleiter prüft, ob ein Student der Scientology die Scientology Theorie vollständig verstanden hat und durch praktische Übungen ihre Anwendung beherrscht. Im Gegensatz zu Klassenleitern und Lehrern in anderen Bereichen hält der Scientology Kursüberwacher keine Vorlesungen. Auch bietet er niemals seine eigene Interpretation des Themas an. Dieser Punkt ist besonders wichtig, da Scientologen glauben, dass die in Scientology erzielten Ergebnisse nur durch die exakte Befolgung der Scientology Schriften, wie sie von Hubbard niedergelegt wurden, erreicht werden. Verbale Erklärungen des Lehrers für die Studenten hätten, wie unbeabsichtigt sie auch sein mögen, unweigerlich eine Veränderung der Originalschriften zur Folge. So ist der Kursleiter notwendigerweise Experte im Erkennen von Situationen, in denen der Student auf Probleme stoßen könnte, und er weist ihm die Richtung, sodass der Student aus eigener Anstrengung heraus die Lösung des Problems finden kann.

VI.XVIII. Religiöse Ämter in Scientology – der Kaplan

Jede Scientology-Kirche und -Mission hat einen Kaplan. Er ist ein ausgebildeter Auditor, und der Geistlichen-Kurs ist ein wesentlicher Teil seiner Ausbildung. Dieser Kurs stellt Scientology als Religion vor, als Mittel, durch das Menschen Erlösung erreichen können. Er beinhaltet eine Einführung in die Lehren der großen Weltreligionen, Ausbildung im Abhalten von Zeremonien und anderen religiösen Diensten, das Studium des Glaubensbekenntnisses und der Kodizes der Scientology und die Unterweisung in Ethik und Auditing-Technologie. Der vielleicht bedeutendste Bestandteil der Aufgaben des Kaplans ist die seelsorgerische Beratung, und zwar nicht in dem Sinne, in dem diese Beratung im Verlauf des Auditings durchgeführt wird, sondern eher im weiteren Sinne, im Anhören von Problemen und Schwierigkeiten, denen sich Scientologen in der Auseinandersetzung mit den Lehren und Techniken des Glaubens gegenübersehen. Der Kaplan sorgt für den reibungslosen Ablauf der kirchlichen Dienste und versucht, wenn er zu Rate gezogen wird, moralische und auch familiäre Probleme in Übereinstimmung mit den Prinzipien der Scientology zu klären. Seine Aufgabe innerhalb einer Scientology Organisation ähnelt der eines Kaplans des Bischofs in den etablierten Kirchen. Der Kaplan hält die Zeremonien ab, die von der Kirche durchgeführt werden, wie zum Beispiel Namensgebungen, Trauungen und Bestattungsriten. Er hält auch die wöchentlichen Andachten (die der Einfachheit halber an Sonntagen stattfinden), die er innerhalb eines gewissen Rahmens nach eigenem Ermessen gestalten kann. Bei den Andachten erfüllt er auch die Rolle des Predigers, ähnlich dem Prediger einer Nonkonformisten-Kirche. Dabei ist seine Funktion jedoch eher die eines Kommentatoren denn die eines Redners. Seine Ausführungen sind immer eng mit den Lehren und der praktischen Anwendung der Prinzipien des Glaubens verbunden.

VI.XIX. Technische Mittel für spirituelle Ziele – eine Religion, keine Wissenschaft

Um die Vorgehensweise von Scientology und ihren Amtsträgern zu verstehen, ist es notwendig zu erkennen, dass Scientology technische Mittel und spirituelle Ziele miteinander verbindet. Der Nachdruck, den Scientology auf Technik legt, der Gebrauch technischer Terminologie und das Bestehen auf systematischer Vorgehensweise und detaillierten Anordnungen sollten die spirituelle und soteriologische Natur ihrer höchsten Anliegen in keinster Weise verschleiern. Scientology ist eine Religion, die in einer von der Wissenschaft geprägten Epoche entstanden ist. Ihre Methoden sind geprägt vom Zeitalter ihrer Entstehung. Ein wichtiger Bestandteil der Aussagen der Scientology ist, dass der Mensch rational denken und seine mächtigen, aber störenden Emotionen kontrollieren muss. Nur auf diese Weise kann der Mensch die vollständige Willensfreiheit und Selbstbestimmung erreichen, die von den Scientologen als sein Recht und als eine Notwendigkeit angesehen werden. Um das Ziel der Erlösung zu erreichen, muss das Individuum die genau dargelegten Schritte konsequent und beständig anwenden. Ähnlich der Christlichen Wissenschaft versucht Scientology, Gewissheiten zu schaffen. Die höchsten Ziele der Scientology scheinen empirische Beweise zu transzendieren; und die Glaubensansätze ihrer Anhänger sind transzendent, metaphysisch und spirituell, obwohl die Religion eigene Erfahrung als den Weg zu persönlicher Überzeugung und Gewissheit betont. Der wissenschaftliche Stil des scientologischen Ansatzes tut ihrem religiösen Status und Anliegen keinen Abbruch.

VII. Soziologische Analyse der Entwicklung der Scientology Kirche
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